Maßnahmen des Klimaentscheides

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1) Klimaneutrale Gebäude

Alle kommunalen Gebäude werden bis 2030 energetisch saniert und auf allen sehr gut und gut geeigneten Dachflächen (nach Energieatlas Baden-Württemberg) mit Solaranlagen ausgestattet. Ab dann werden kommunale Gebäude vollständig mit erneuerbarer Wärme und Strom versorgt.

Sanierungsoffensive für den Gebäudebestand: Die Stadt gibt eine Typisierung des Gebäudebestandes in Auftrag, die typgerechte und auf den Masterplan Wärme abgestimmte Vorschläge zur energetischen Sanierung enthält und händigt bis 2024 allen Eigentümer*innen der typisierten Gebäude einen Sanierungsvorschlag mit Solarstrategie und Begrünungskonzept aus.

Zentrale Anlaufstelle für energetische Gebäudesanierungen: Die Stadt richtet eine zentrale Stelle ein, die Bürger*innen umfassend bei der energetischen Sanierung und der Ausstattung der Gebäude mit Solaranlagen unterstützt und über Beratungen, Förderprogramme, Finanzierungsmöglichkeiten und Handwerksleistungen informiert.

Vier Klimaquartiere pro Jahr: Die Stadt weist jährlich vier Stadtteile nach dem Vorbild des Projektes „Klimaquartier Waldsee“ für 2 Jahre als Klimaquartiere aus und unterstützt die Bürger*innen vor Ort durch Klimaschutz- und Sanierungsmanager*innen.

Ausstieg aus fossilen Energien für Wärmeversorgung: Die Stadt verlangt von Gas- und Wärmeversorgern, an die sie Konzessionen vergibt, ihre Netze schrittweise und bis 2038 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Anliegende Gebäude sind verpflichtend an die Fernwärme anzuschließen, es sei denn, ihre Wärmeversorgung verursacht geringere Treibhausgasemissionen. 

Städtische Erhaltungs-, Gestaltungs- und Innenstadtsatzungen werden so gefasst, dass energetische Sanierungen und Solaranlagen grundsätzlich realisiert werden können. Bei sozialen Erhaltungssatzungen sollen sie warmmietneutral umgesetzt werden.

Bei Bauvorhaben und Flächenversiegelungen werden möglichst niedrige entstehende Treibhausgasemissionen Schlüsselkriterium für die Vergabe von Baugrundstücken, wenn die Stadt dafür Vorgaben machen kann oder städtebauliche Verträgen abschließt.


2) Ausbau erneuerbarer Energien

Freiburg kann auf seiner Fläche ein Drittel der in Zukunft selbst benötigten Energie erzeugen. Dieses Potenzial soll genutzt werden, auch um unabhängiger von Energieimporten zu werden.

Solarstrom auf Gebäuden: Die Stadt setzt sich zum Ziel, dass bis 2038 alle sehr gut und gut geeigneten Dachflächen (nach Energieatlas Baden-Württemberg) mit Solarstromanlagen ausgestattet werden. Ein flächendeckendes Solarstrom-Beratungsangebot ist deshalb Teil des Maßnahmenpaketes 1) Klimaneutrale Gebäude.

Solarstrom auf weiteren Flächen: Die Stadt Freiburg installiert ab 2024 jährlich mindestens 15.000 m² Solaranlagen auf weiteren Flächen, z.B. an oder über Verkehrswegen, Parkplätzen oder in Kombination mit landwirtschaftlicher Nutzung (Agri-PV). Das ist ein Zehntel des jährlich benötigten Zubaus auf weiteren Flächen.

Windkraft:  Bis 2024 weist die Stadt Flächen für mindestens 15 Windkraftanlagen der neuesten Generation aus.

Stromnetzausbau: Die Stadt fordert den Betreiber dazu auf, die Stromnetze so auszubauen, dass alle neuen Solar- und Windkraftanlagen angeschlossen werden können.


3) Ernährung

Ernährungsstrategie für Freiburg wird erarbeitet, um regionale Ernährungskreisläufe zu stärken und klimafreundliche, nachhaltige und sozial gerechte Versorgungsstrukturen zu fördern.

Versorgung mit mindestens 60% regionalen BIO-Lebensmitteln in allen städtischen Kitas, Schulen und Kantinen sowie bei allen städtischen Veranstaltungen bis spätestens Ende 2024.

Betrieblicher Essenszuschuss in städtischen Einrichtungen wird stufenweise bis 2025 nur noch auf pflanzliche Gerichte angewendet. Die Einsparung kommt der Förderung regionaler, biologischer Lebensmittelproduktion zugute.

Bildungskampagne für klimafreundliche und gesunde Ernährung soll begleitend in öffentlichen Kantinen stattfinden.


4) Bürger*innen informieren und mitnehmen

Klimabildungskonzept wird erstellt, um mit umfassender Öffentlichkeitsarbeit, Einbeziehung der Bürger*innen und erlebbare Klimaschutzmaßnahmen, die notwendige Unterstützung der Bürger*innen zu erreichen.